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Richtiger Umgang mit Demenzkranken

"Nicht der Mensch ist aggressiv, sondern die Krankheit"

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Nottebrock / Alzheimer Forschung Initiative e.V.

Susanna Saxl von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft gibt hilfreiche Tipps für die Pflege von Demenzkranken

Wie gehe ich mit einem dementen Angehörigen am besten um?

Menschen mit Demenz reagieren häufig sehr sensibel auf Stress. Sie werden teilweise aggressiv, wenn man ihnen „überhelfen“ will, ohne sich ihnen zuzuwenden und sich auf ihr Tempo einzustellen. Unterstützung ist aber auch an anderen Stellen nötig, zum Beispiel beim Essen. Weil die Wahrnehmung eingeschränkt ist, ist es wichtig darauf zu achten, dass das Essen auch deutlich als solches zu erkennen ist. Weißer Milchreis im weißen Teller, der auf einer weißen Tischdecke steht, ist für Menschen mit Demenz quasi unsichtbar. Da kann schon ein farbiger Teller Abhilfe schaffen. Und wer nicht mehr weiß, wie er die Gabel in den Mund bekommt, dem kann es helfen, wenn er jemanden gegenüber hat, der ihm diese Bewegung vormacht.

Warum werden Demenzkranke oft so aggressiv?

Demenzkranke fühlen sich häufig total verunsichert. Diese Krankheit macht wirklich Angst. Sie erleben ständig, dass die Dinge anders sind, als sie es erwarten. Sie finden Sachen nicht an der Stelle, wo sie meinen, sie haben sie ganz sicher hingelegt. Oder sie finden sich in einer Umgebung wieder und wissen nicht, wie sie dorthin gekommen sind. Und manchmal ist dann auch das Gefühl da, entweder werde ich verrückt oder die Anderen wollen mir etwas Böses. Da ist es wichtig, als Angehöriger Sicherheit zu geben.

Lasse ich ihn seine Erinnerungslücken spüren?

Es ist das Beste, wenn man nicht auf die Defizite hinweist. Also nicht zu sagen: „Du hast mir das doch schon fünfmal erzählt, es reicht jetzt langsam.“ Das braucht natürlich eine Menge Geduld, man kann versuchen, das Thema aufzugreifen und dann das Gespräch woanders hin zu lenken. Oder auch Beschäftigungsangebote zu machen. Es ist für Demenzkranke wichtig, dass sie etwas tun können, damit sie das Gefühl haben, sich irgendwo sinnvoll mit einzubringen. Und manchmal ist es auch wichtig, zu verstehen, was dahinter steckt, wenn zum Beispiel immer wieder die Frage kommt: „Wann gehen wir nach Hause?“ Da kann man mal zurückfragen: „Hast du etwas Dringendes zu tun zu Hause?“ Also zu schauen, ob da ein Druck dahinter ist und dann zu versuchen, diesen Druck zu nehmen.

Wie geht man mit den Persönlichkeitsveränderungen um?

Man muss sehen, dass nicht der Mensch selbst aggressiv ist, sondern die Krankheit. Dann kann man aber auch schauen, wo noch positive Momente sind. Wichtig ist, den Humor nicht zu verlieren. Gerade Ehepartner berichten uns, dass es schwierig ist, den Gesprächspartner zu verlieren. Auf keinen Fall sollte man in Babysprache verfallen, sondern sich bewusst machen, dass dieser Mensch ein ganzes Leben voller Erfahrungen hinter sich hat. Und Angehörige sollten versuchen, sich ein kleines Netzwerk der Unterstützung aufzubauen. Wenn ich weiß, heute Nachmittag kommt eine ehrenamtliche Helferin und beschäftigt sich mit meinem Mann und ich kann mich mit einer Freundin treffen, dann stehe ich auch den schwierigen Vormittag leichter durch. Wichtig sind kleine Lichtblicke, auf die man sich freuen kann.

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