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Pflegegrade

Pflegegrad

Am 1. Januar tritt in Deutschland eine neue Pflegereform in Kraft. Für Millionen Menschen und ihre Angehörige bringt die neue Reform einen grundlegenden Systemwechsel, denn künftig werden Pflegebedürftige nicht mehr in Pflegestufen, sondern in fünf Pflegegrade eingeordnet. Diese Änderungen sorgen bei Angehörigen von pflegebedürftigen Menschen zunächst für Verwirrung, sollen aber eine Verbesserung in der Pflege bringen. Für Demenzerkrankte und ihre Betreuer bedeutet die Umstellung aber auch eine gute Nachricht, da sie mit ihrer Krankheit in der neuen Reform berücksichtigt werden. Deshalb wird mit dem Jahreswechsel der Begriff der Pflegebedürftigkeit eingeführt, mit dem eine Begutachtung verbunden ist. Wie pflegebedürftig eine Person ist und in welchen Grad der Pflegebedürftigkeit sie eingestuft wird, richtet sich danach, wie selbstständig ein Mensch noch ist. Dazu zählen neben der Mobilität auch kommunikative und kognitive Fähigkeiten sowie Verhaltensweisen. Zentral bei der Begutachtung ist künftig die Frage, was ein Mensch noch alleine kann und in welchen Bereichen er Unterstützung benötigt.

Was ist mit den neuen Pflegegraden gemeint?

Das neue Pflegesystem soll Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen ebenso berücksichtigen, wie Menschen, deren kognitiven Fähigkeiten nachlassen. Deshalb werden die bisherigen drei Stufen durch fünf neue Grade ersetzt, die den Personen besser gerecht werden sollen. Wenn die Selbstständigkeit eines Menschen nur wenig beeinträchtig ist, erhält er den ersten Pflegegrad. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn jemand sich noch selbst versorgen kann, aber Unterstützung bei der richtigen Einnahme von Medikamenten benötigt. Der fünfte Pflegegrad bedeutet, dass die Person sehr beeinträchtig ist und viel Pflege benötigt, also beispielsweise bettlägerig ist. Die Situation wird immer individuell begutachtet. Neu ist, dass Krankheiten wie Demenz bei der Begutachtung durch den Medizinischen Dienst berücksichtigt werden.

Wie wird der neue Grad ermittelt?

Bisher hat der Medizinische Dienst Menschen in drei unterschiedliche Stufen eingeordnet. Als Kriterium dafür wurde vor allem der Zeitaufwand ermittelt, die ein Mensch beispielsweise für den Gang zur Toilette benötigt. Künftig geht es nicht mehr darum, wie viel Zeit ein Mensch für den Toilettengang benötigt, sondern wie selbstständig er ist. Es zählt also künftig mehr, dass er noch alleine zur Toilette gehen kann, weniger, dass er dafür länger benötigt als ein junger, gesunder Mensch. Der Medizinische Dienst der Krankenkasse wird wie bisher einen Gutachter beauftragen, der die Pflegebedürftigkeit einer Person beurteilt. Er soll einschätzen, wie selbstständig der Patient noch ist und in welchen Bereichen er Unterstützung benötigt. Dabei geht es künftig auch um die geistigen und psychischen Fähigkeiten, die in ein Gesamturteil mit einfließen sollen. Bisher wurden Demenzerkrankte nicht erfasst. Da sie mit Fortschritt ihrer Krankheit Pflege benötigen, sollen auch sie ab Januar 2017 in einen entsprechenden Grad eingestuft werden. Künftig setzt sich die Gesamtbewertung zu 15 Prozent aus den sozialen Kontakten, zu 15 Prozent aus kognitiven Fähigkeiten, zu 40 Prozent dem Grad der Selbstversorgung, zu 20 Prozent mit Krankheitsverlauf und Therapiebedarf und zu zehn Prozent aus der vorhandenen Mobilität zusammen. Die Gutachter geben künftig auch Empfehlungen ab, welche Schritte zur Heilung, Unterstützung, Prävention oder Rehabilitation notwendig sind.

Was passiert mit den bisherigen Pflegestufen?

Wenn die eigenen Eltern oder Angehörigen bereits in Pflegestufen sind, muss man keinen neuen Antrag bei der Pflegekasse stellen. Wer bereits in einer Pflegestufe ist, wird automatisch in die neuen Gruppen umgerechnet, wobei sie eine Stufe nach oben klettern. Wenn beispielsweise die eigene Mutter bisher Pflegestufe 2 hatte, erhält sie künftig Leistungen nach dem dritten Pflegegrad. Ist die Mutter aber an Demenz erkrankt, geht es gleich zwei Stufen nach oben: Die eingeschränkte Selbstständigkeit verbunden mit Demenzerkrankung bringt der Mutter Grad 4 statt die bisherige zweite Stufe. Mit unserem Pflegegradrechner können Betroffene den voraussichtlichen Grad selbst berechnen. Wer bisher eingestuft ist, wird auf keinen Fall weniger Unterstützung aus der Pflegekasse erhalten als bisher.

Wo kann ich einen Antrag stellen?

Wer bisher noch kein Geld für Pflegeleistungen aus der Pflegekasse erhält, sollte so bald wie möglich einen Antrag stellen. Wer in diesem Jahr in Stufe 1 eingestuft ist, erhält derzeit 244 Euro Pflegegeld. 2017 wird daraus der zweite Grad, was rund 316 Euro monatlich bedeutet. Für ambulante Hilfe stehen künftig also 72 Euro mehr zur Verfügung. Wenn der Antrag erst nach Silvester gestellt wird, erfolgt nur noch eine Einstufung vom ersten bis fünften Grad. Es wäre zu erwarten, dass die Einstufung den ersten Grad erfolgt. Dies entspricht einer monatlichen Unterstützung von 125 Euro. Wichtig ist der Zeitpunkt der Antragsstellung, da Leistungen nicht rückwirkend erbracht werden. Es genügt also der Antrag im Dezember, um noch in die alten Pflegestufen eingruppiert zu werden - allerdings muss die Bedürftigkeit bereits bestanden haben. Der Antrag auf finanzielle Leistungen durch die Pflegekasse ist formlos über E-Mail, Telefon und Brief an die Pflegekasse zu richten: Nutzen Sie dafür gerne unser praktisches Onlineformular: Antrag auf Pflegeversicherung. Es wird empfohlen, alle Anträge schriftlich zu stellen, um entsprechende Unterlagen vorweisen zu können, wenn es zu Differenzen kommt. Wer sich vorab schon mal informieren möchte, kann den Pflegegradrechner nutzen. Die Pflegekasse ist jeweils bei der Krankenversicherung ansässig, bei welcher der Patient versichert ist. Wichtig ist, dass der Patient selbst der Antragstellende ist, nicht der Angehörige.

Eigenanteil wird einheitlich

Bisher haben es Angehörigen vermieden, einen Patienten, der bereits eingestuft war, in eine höhere Stufe eingruppieren zu lassen. Als Beispiel kann hierfür der klassische Übergang von der häuslichen Pflegehilfe in ein stationäres Pflegeheim angesehen werden. In vielen Fällen ist es so, dass die Betroffenen zunächst noch zu Hause mit Unterstützung durch einen ambulanten Pflegedienst versorgt werden können. Sie werden daher in Stufe 1 eingruppiert. Mit dem Fortschritt der Zeit und eventueller Krankheiten wurde der Pflegeaufwand immer höher. Mit steigendem Pflegeaufwand hätte man den Patienten zwar höher einstufen können, aber zugleich wäre auch der Eigenanteil deutlich gestiegen. Durch das neue II. Pflegestärkungsgesetz, welches am 1. Januar in Kraft tritt, steigt der Eigenanteil nicht weiter, wenn der Grad der Unterstützung ansteigt. Die neuen Gesetze finden Interessierte nach Inkrafttreten im Sozialgesetzbuch XI in den §§ 14, 15, 15 Anlage 1 und 2, 17 a und 18 Absatz 5a.

Fazit:
Die neue Pflegereform tritt zum 1. Januar 2017 mit dem II Pflegestärkungsgesetz in Kraft. Patienten, die Leistungen von der Pflegekasse beziehen, werden nicht neu begutachtet und erhalten mehr finanzielle Unterstützung, weil sie im neuen Grad höher eingruppiert werden. Wer pflegebedürftige Angehörige hat, die noch keine Leistungen beziehen, sollte dafür sorgen, dass sie einen Antrag bei der Pflegekasse stellen. Dieser Antrag kann formlos sein. Weitere Informationen gibt es hier
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