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Das Zweite Pflegestärkungsgesetz auf dem Prüfstand

"Demenzkranke bräuchten viel mehr Anleitung"

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quelle: Nottebrock / Alzheimer Forschung Initiative e.V

Noch berät der Bundestag über den Entwurf des Zweiten Pflegestärkungsgesetzes, bis Ende des Jahres soll auch der Bundesrat zugestimmt haben. Dann könnte das Gesetz am 1. Januar 2016 in Kraft treten. Es sieht vor allem Verbesserungen für Demenzkranke vor. Wir sprachen darüber mit Susanna Saxl von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft

Demenzkranke werden nach dem neuen Gesetz mehr Leistungen erhalten. Wo muss Ihrer Meinung nach dennoch nachgebessert werden?

Das Grundproblem der Pflegeversicherung ist, dass sie eine Teilkaskoversicherung ist. Es gibt Leistungen, aber die sind bei Weitem nicht bedarfsdeckend. Demenzkranke brauchen häufig schon in einem sehr frühen Stadium der Krankheit eine 24-Stunden-Betreuung. Die ist über ein Pflegeversicherungssystem gar nicht abzudecken, wenn die Angehörigen nicht da wären. Das sind ja zu zwei Dritteln diejenigen, die pflegen. Deshalb ist es positiv, dass jetzt Beiträge zur Arbeitslosenversicherung gezahlt werden, wenn jemand für die Pflege eines Angehörigen aus dem Beruf aussteigt. Um eben auch die Verarmung, die oft mit der Pflege einhergeht, ein bisschen abzubremsen. Es müsste aber auch einiges in der Qualitätssicherung passieren, zum Beispiel ausreichende Pflegeschlüssel definiert werden.

Was schwebt Ihnen für ein Pflegeschlüssel als Ziel vor?

Wenn ein Mensch bei der Körperpflege und beim Anziehen Anleitung und immer wieder neue Motivation benötigt, dann braucht das seine Zeit. Wenn eine Pflegekraft acht Heimbewohner vor dem Frühstück versorgt haben soll, dann kommt das einfach nicht hin.

Welche Art der Pflege benötigen Demenzkranke?

Bei der Grundpflege bräuchte es vor allem Anleitung. Aber es dauert viel länger, jemanden anzuleiten, als ihn schnell selbst zu waschen. Bei dem Personalmangel in den Einrichtungen ist das unabhängig von der Pflegereform ein Grundproblem. Ungefähr sechzig Prozent der Bewohner haben eine Demenz. Das heißt aber noch lange nicht, dass die Strukturen darauf eingerichtet sind.

Es gibt immer mehr alleinstehende Menschen. Zielt das Gesetz nicht zu sehr auf die private Pflege ab, obwohl es die Familienstrukturen in Zukunft vielleicht gar nicht mehr so geben wird?

Trotzdem möchten die meisten Menschen so lange wie möglich zu Hause leben. Aber das wird nicht rein über professionelle Pflege zu machen sein. Wir brauchen Gemeinden, die sich dieser Aufgabe stellen. Auch der ehrenamtliche, bürgerschaftliche Bereich muss ausgebaut werden. Seit Jahren werden verschiedene Berufsgruppen in den Kommunen im Umgang mit Demenzkranken geschult. Das sind Feuerwehrleute und Polizisten, aber auch Verkäufer, Bankangestellte und Frisöre. Wenn die zum Beispiel merken, dass derselbe Kunde schon zum zweiten Mal am Tag vorbeikommt. Häufig ist da diese Angst: „Darf ich mich denn da überhaupt einmischen?“ Und dann sagen wir: „Ja, schauen Sie nicht weg.“

Was halten Sie von der Reform der Pflegeausbildung, also der Zusammenlegung der bisher getrennten Ausbildungswege für Altenpflege, Krankenpflege und Kinderkrankenpflege?

Wichtig ist, dass die einzelnen Bereiche bei so einer Generalisierung nicht zu kurz kommen. Grundsätzlich ist es nicht falsch, wenn auch die Krankenschwester im Krankenhaus weiß, wie man mit Demenzkranken umgehen muss. Der erste Schritt wäre schon mal, dass die Ausbildung grundsätzlich nicht mehr bezahlt werden muss. In manchen Bundesländern gibt es das ja immer noch. Das ist natürlich vollkommen unmöglich in einem Mangelberuf.

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