Mit Inkrafttreten der Föderalismusreform im Jahr 2006 wurde das Heimrecht vom Bund auf die Länder übertragen. Somit wurde das bundesweit geltende Heimgesetz nach und nach von Landesheimgesetzen abgelöst. Diese unterscheiden sich zum Teil gravierend voneinander, vor allem, was den Einschluss bestimmter Einrichtungen und Wohnformen betrifft.

Über unseren Ortsindex finden Sie Pflegeangebote in Ihrer Wunschregion und sehen zugleich, welches Landesheimgesetz dort gilt.

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Das Landesgesetz über Wohnformen und Teilhabe gilt seit dem 22. Dezember 2009 für Einrichtungen mit umfassendem Leistungsangebot, die älteren Menschen, volljährigen Menschen mit Behinderungen oder Pflegebedürftigkeit entgeltlich Wohnraum überlassen sowie Verpflegung, Pflege- und andere Unterstützungsleistungen gegen Entgelt zur Verfügung stellen oder vorhalten. Diese Einrichtungen sind in ihrem Bestand vom Wechsel der Bewohner unabhängig. Das Gesetz gilt auch, wenn Wohnraum und Betreuungsleistungen über getrennte Verträge geregelt sind. Einrichtungen mit höherer Selbstbestimmung und Teilhabe wie zum Beispiel Seniorenresidenzen und sonstige Wohneinrichtungen, die nicht nur Wohnraum, sondern auch hauswirtschaftliche Leistungen und Verpflegung sowie bei Bedarf pflegerische Betreuung anbieten, Kurzzeitpflegeeinrichtungen sowie sonstige Pflege- und Unterstützungsformen, die Selbstbestimmung und Teilhabe der Bewohner zum Ziel haben, und unter bestimmten Voraussetzungen auch selbstbestimmte Wohngemeinschaften fallen unter dieses Gesetz. Das Gesetz soll vor allem auch die Selbstbestimmung und Teilhabe von pflegebedürftigen und behinderten Menschen stärken, die Qualität der Einrichtungen erhöhen und eine intensivere Zusammenarbeit der einzelnen Institutionen forcieren. Die Bestimmungen des Wohn- und Betreuungsvertragsgesetzes bleiben weiterhin in Kraft.

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