Mit Inkrafttreten der Föderalismusreform im Jahr 2006 wurde das Heimrecht vom Bund auf die Länder übertragen. Somit wurde das bundesweit geltende Heimgesetz nach und nach von Landesheimgesetzen abgelöst. Diese unterscheiden sich zum Teil gravierend voneinander, vor allem, was den Einschluss bestimmter Einrichtungen und Wohnformen betrifft.

Über unseren Ortsindex finden Sie Pflegeangebote in Ihrer Wunschregion und sehen zugleich, welches Landesheimgesetz dort gilt.

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Das Hamburgische Gesetz zur Förderung der Wohn- und Betreuungsqualität älterer, behinderter und auf Betreuung angewiesener Menschen, kurz Hamburgisches Wohn- und Betreuungsqualitätsgesetz, gilt seit 15. Dezember 2009 für Anlagen des Service-Wohnens, Wohn- und Gasteinrichtungen, Wohngemeinschaften sowie ambulante Dienste. Zu den Servicewohnanlagen zählen Einrichtungen des betreuten Wohnens, also entgeltlich betriebene Wohnanlagen, die auf Betreuung angewiesenen Menschen Wohnraum überlassen und Betreuungsleistungen vermitteln. Als Wohngemeinschaften gelten Einrichtungen, die Volljährigen, die dauerhaft in ihrer Alltagskompetenz eingeschränkt sind, eine selbstbestimmte Lebensführung in einem Haushalt von mindestens drei Personen und eine Inanspruchnahme entgeltlicher Betreuungsleistungen, die von der Wohnraumüberlassung unabhängig ist, ermöglichen. Zu Wohneinrichtungen zählen vor allem vollstationäre Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Behindertenhilfe. Hospize, Einrichtungen der Tages- und Nachtpflege sowie Kurzzeitpflegeeinrichtungen zählen zu den Gasteinrichtungen. Dienste der Behindertenhilfe und Pflegedienste werden zu den ambulanten Diensten gerechnet. Durch das Hamburgische Wohn- und Betreuungsqualitätsgesetz sollen vor allem mehr Qualität, mehr Transparenz und ein hohes Maß an Verbraucherschutz für Pflegebedürftige erreicht werden.

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