Mit Inkrafttreten der Föderalismusreform im Jahr 2006 wurde das Heimrecht vom Bund auf die Länder übertragen. Somit wurde das bundesweit geltende Heimgesetz nach und nach von Landesheimgesetzen abgelöst. Diese unterscheiden sich zum Teil gravierend voneinander, vor allem, was den Einschluss bestimmter Einrichtungen und Wohnformen betrifft.

Über unseren Ortsindex finden Sie Pflegeangebote in Ihrer Wunschregion und sehen zugleich, welches Landesheimgesetz dort gilt.

In Bremen regelt seit 21. Oktober 2010 das Wohn- und Betreuungsvertragsgesetz Verträge über Wohnraum mit Pflege- und Betreuungsleistungen. Der Anwendungsbereich dieses Gesetzes erstreckt sich ausschließlich über Verträge, in denen sich der Unternehmer nicht nur zur Erbringung von Pflege- und Betreuungsleistungen, sondern auch zur Überlassung von Wohnraum verpflichtet. Leistungen von Krankenhäusern, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, Leistungen von Internaten der Berufsbildungs- und Berufsförderungswerke und Leistungen, die im Rahmen von Kur- und Erholungsaufenthalten erbracht werden, sowie Leistungen im Sinne des §41 des Achten Buches Sozialgesetzbuch (Hilfe für junge Volljährige und Nachbetreuung) fallen ebenfalls nicht in dieses Gesetz. Das Bremische Wohn- und Betreuungsgesetz fordert Informationspflicht, die Interessenvertretung durch Externe oder Heimbewohner sowie die Veröffentlichung von Prüfungsergebnissen. Diese dienen neben der Bewertung von Angehörigen als wichtiger Orientierungsrahmen, um zum Beispiel ein qualitativ hochwertiges Pflegeheim zu finden.

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