Mit Inkrafttreten der Föderalismusreform im Jahr 2006 wurde das Heimrecht vom Bund auf die Länder übertragen. Somit wurde das bundesweit geltende Heimgesetz nach und nach von Landesheimgesetzen abgelöst. Diese unterscheiden sich zum Teil gravierend voneinander, vor allem, was den Einschluss bestimmter Einrichtungen und Wohnformen betrifft.

Über unseren Ortsindex finden Sie Pflegeangebote in Ihrer Wunschregion und sehen zugleich, welches Landesheimgesetz dort gilt.

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Baden-Württemberg verfügt über ein Landesheimgesetz sowie eine Landesheimbauverordnung. Im Gesetz für unterstützende Wohnformen, Teilhabe und Pflege vom 20. Mai 2014 werden stationäre Einrichtungen sowie ambulant betreute Wohngemeinschaften unter heimrechtlichen Schutz gestellt. Völlig selbstverantwortete Wohngemeinschaften, Einrichtungen der Tages- und Nachtpflege, Kurzzeiteinrichtungen und Rehabilitationseinrichtungen sind davon jedoch ausgenommen. Es gibt Ausnahmen bei betreutem Wohnen für volljährige Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen, bei Einrichtungen mit frei wählbaren Betreuungs- und Unterstützungsleistungen sowie bei betreutem Wohnen allgemein. Bundesweite Bestimmungen gelten weiterhin für den Heimvertrag, der nun im Wohn- und Betreuungsvertragsgesetz geregelt ist. Das Landesheimgesetz für Baden-Württemberg sorgt nicht nur für mehr Transparenz bei Leistungen und Preisen von Behinderten- und Seniorenheimen, sondern auch für eine Mindestquote beim Fachpersonal sowie schärfere Kontrollen. Die baulichen Mindestanforderungen an Heime sind in der Landesheimbauverordnung Baden-Württemberg festgelegt.

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