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Wachkoma erklärt auf Seniorplace.de

Der Begriff Wachkoma bezeichnet ein Krankheitsbild, bei dem sich der Betroffene zwischen tiefer Bewusstlosigkeit und Wachsein befindet. Die Patienten wirken munter, obwohl sie vermutlich nichts wahrnehmen. Aufgrund des „Dämmerschlafes“ können sie kaum oder gar nicht mit ihrer Außenwelt in Kontakt treten. Manche reagieren jedoch auf äußere Reize. In medizinischen Fachkreisen wird vom so genannten Apallischen Syndrom gesprochen. Dieses Leiden ist oft die Folge einer schweren Hirnschädigung, die meist auf ein Schädel-Hirn-Trauma oder Sauerstoffmangel zurückzuführen ist. Es gibt allerdings auch andere Krankheitsbilder, wie Schlaganfall, Menigitis oder ein Tumor im Gehirn, die für ein Wachkoma verantwortlich sein können. Beim Apallischen Syndrom kommt es bei den Betroffenen zu einem Ausfall des Großhirns. Das Rückenmark, Zwischen- und Stammhirn bleiben funktionstüchtig.



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Pflege von Wachkoma-Patienten

Die Pflege der Betroffenen übernehmen professionelle Pflegekräfte, die sich auf die Betreuung und Versorgung von Wachkoma-Patienten spezialisiert haben. Eine besondere Herausforderung für die Pflegekräfte besteht darin, dass der Pflegebedürftige seine Wünsche und Bedürfnisse nicht äußern kann. Aus diesem Grund müssen sie alternative Wege der Kommunikation finden. Das kann beispielsweise über Berührungen oder Körperkontakt stattfinden. Die Fachkräfte achten genau auf die körperlichen Reaktionen des Hilfebedürftigen, da diese ihnen Auskunft darüber geben, ob der Patient beispielsweise friert oder ihm zu warm ist und ob er sich wohl fühlt. Eine qualitativ hochwertige Pflege von Wachkoma-Patienten ist ohne intensive Biografie-Arbeit undenkbar. Dank diesem persönlichen Einblick können die Pflegekräfte noch besser auf die Bedürfnisse des Pflegebedürftigen eingehen. Zu den Aufgaben der Pfleger zählen weiterhin Maßnahmen aus dem Bereich der aktivierenden Pflege, um etwaigen Langzeitschänden oder ungewünschten Begleitererkrankungen vorzubeugen. Ein wichtiger Bestandteil ist zudem die Integration der Angehörigen in die Pflege.


 

Initialberührung

Über die Initialberührung hat das Pflegepersonal die Möglichkeit, Kontakt zu dem Wachkoma-Patienten aufzunehmen. Das kann über die Schulter, Hände oder Arme erfolgen. Sie sollte dabei immer mit festem Druck ausgeführt und durch Sprache begleitet werden. Zu einen ist sie eine Geste der Begrüßung. Zum anderen soll die Initialberührung den Beginn einer bestimmten Maßnahme signalisieren. Sie kommt immer zum Einsatz, wenn der Pfleger mit einer neuen Tätigkeit wie beispielsweise der Körperpflege, dem Anziehen oder der Mobilisierung beginnt. Das ist sehr wichtig, da die Patienten aufgrund ihres „Dämmerzustandes“ auf Veränderungen schnell gestresst reagieren, da sie nicht wissen, was mit ihnen geschieht. Das Ritual der Initialberührung wirkt somit beruhigend und der Pflegebedürftige kann sich entspannen.


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