Verhinderungspflege

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Die Verhinderungspflege, auch Ersatzpflege, ist sowohl eine Leistung der gesetzlichen als auch der privaten Pflegeversicherungen. Die entsprechenden Bestimmungen enthält § 39 SGB XI. Er regelt die "Häusliche Pflege bei Verhinderung der Pflegeperson". Hat eine Pflegeperson die Absicht, in einen Erholungsurlaub zu fahren, oder kann sich aus gesundheitlichen Gründen nicht um den Pflegebedürftigen kümmern, dann übernimmt für einen bestimmten Zeitraum eine andere Person die Betreuung. Die Kosten trägt die zuständige Pflegekasse. Die maximale Dauer der Verhinderungspflege liegt vier Wochen pro Kalenderjahr. Grundvoraussetzung ist, dass die Pflegeperson den Betroffenen mindestens sechs Monate in seinem häuslichen Umfeld betreut und versorgt hat. In diesem Zeitraum hat sie Pflegegeld erhalten.

Leitstungen der Ersatzpflege

ImagePflegepersonen sind Menschen, die Pflegebedürftige mindestens 10 Stunden in der Woche bei Tätigkeiten der Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung unterstützen. Können pflegebedürftige Angehörige die Pflege ihres Angehörigen in einem bestimmten Zeitraum nicht sicherstellen, übernehmen die Mitarbeiter ambulanter Pflegedienste im Rahmen der Verhinderungspflege die Betreuung. Die Ersatzpflege muss nicht zwangsläufig von professionellen Pflegekräften erbracht werden. Es besteht die Möglichkeit, dass sich für eine festgelegte Dauer ein anderes Familienmitglied um den Pflegebedürftigen kümmert. Die Verhinderungspflege kann stundenweise dem Pflegebedarf angepasst werden. Wichtig ist, dass die Pflege das maximale Stundenkontingent nicht überschreitet. Auf Wunsch beraten und helfen die Mitarbeiter der zuständigen Pflegekasse den Angehörigen, die optimale Lösung zu finden.

Kostenübernahme

Die zuständigen Pflegekassen tragen die Kosten der Verhinderungspflege für den Maximalzeitraum von vier Wochen. Derzeit zahlen sie pro Kalenderjahr bis zu 1.510 Euro. Ab dem 1. Januar 2012 wird sich der Betrag auf 1.550 Euro erhöhen. Diese Summe steht nur Personen zu, die mit dem Pflegebedürftigen nicht bis zum zweiten Grad verwandt oder verschwägert sind. Nach dieser Regelung kommen der Ehemann oder der Sohn der pflegenden Tochter nicht in Frage. Die Ersatzpflegeperson darf nicht mit dem Betroffenen in einer Wohnung leben. Übernimmt ein naher Verwandter, der bis zum zweiten Grad mit dem Pflegebedürftigen verwandt oder verschwägert ist, dennoch die Pflege, so steht ihm dieser Betrag nicht zu. Es hat lediglich Anspruch auf die regelmäßigen Pflegegeldzahlungen der Pflegekasse. Weitere Gelder werden nicht gewährt. Einzige Ausnahme ist, wenn der pflegende Angehörige eine professionelle Tätigkeit im Bereich Pflege ausübt.

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