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Schlaganfall erklärt auf Seniorplace.de

Ein Schlaganfall, oftmals auch als Gehirnschlag bezeichnet, ist eine plötzlich auftretende Erkrankung des Gehirns. Diese zieht oft eine permanente Schädigung des zentralen Nervensystems nach sich. Durch unvermittelt auftretende Durchblutungsstörungen im Gehirn werden die Nervenzellen nicht ausreichend mit Nährstoffen und Sauerstoff angereichert. Diese Unterversorgung führt zum Absterben der Neuronen, was einen andauernden Funktionsausfall des Zentralnervenssystems zur Folge haben kann. Ein Großteil der Schlaganfälle ist auf einen Gefäßverschluss oder ein nicht erkanntes Blutgerinnsel zurückzuführen. In diesem Fall wird von einem „unblutigen Schlaganfall“, einem so genannten Ischämischen Infarkt gesprochen. Eine weitere Ursache des Schlaganfalls können plötzliche Hirnblutungen sein. In sehr seltenen Fällen führen Entzündungsherde an den Gefäßwänden zu einem Gehirnschlag. In den westlichen Industrieländern sind die meisten anhaltenden Behinderungen auf diese Erkrankung zurückzuführen. In besonders schweren Fällen kann der Betroffene an den Folgen eines Schlaganfalls verstreben. Allein in der Bundesrepublik Deutschland ist der Gehirnschlag die zweithäufigste Todesursache.



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Symptome

Einem Schlaganfall gehen so genannte transitorische ischämische Attacken (TIA) voraus. Diese vorübergehenden Anzeichen können kurzzeitige Sprachstörungen, vermindertes Erinnerungsvermögen, gestörtes Empfinden oder temporäre Lähmungserscheinungen sein. Meist verschwinden die Symptome nach zehn Minuten. In einigen Fällen bilden sich die Anzeichen erst innerhalb von 24 Stunden zurück. Der Betroffene sollte sofort den Arzt aufsuchen. Trotz der zeitlich begrenzten Dauer, können temporäre Vorboten eine erhebliche Schädigung des Gehirns zur Folge haben. Ein alarmierendes Warnzeichen ist die halbseitige Lähmung des Körpers. Dabei erschlaffen die betroffenen Körperregionen und ein Mundwinkel fällt deutlich ab. Typisch ist ebenso die Beeinträchtigung des Sprachzentrums. Dem Betroffenen fällt das richtige Bilden von Sätzen schwer oder er kann nicht mehr sprechen. Auch Gefühlsstörungen und Kopfschmerzen deuten auf einen Hirnschlag hin. In besonders schweren Fällen kommt es zu einer starken Beeinträchtigung des Bewusstseins, die bis zur Bewusstlosigkeit führen kann. In wenigen Fällen klagen Patienten über Übelkeit oder mussten erbrechen. Vorrangig bei Frauen treten Glieder- und Gesichtsschmerzen auf. Auch Schluckauf, Brustschmerz, Herz-Rhythmus-Störungen oder plötzliche Atemnot zeigen sich insbesondere bei weiblichen Betroffenen.


 

Durchblutungsstörungen

Die Hauptursache für einen Schlaganfall sind akute Durchblutungsstörungen im Gehirn. Ähnlich wie bei einem Herzinfarkt, kann es bei einer längerfristigen Beeinträchtigung der betroffenen Region zu einem Absterben von Nervenzellen kommen. Folge sind gravierende Funktionsstörungen des Zentralnervensystems. Wird der Schlaganfall zeitnah diagnostiziert, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass sich diese Beeinträchtigungen durch eine gezielte Behandlung und eine optimale Pflege weitgehend oder sogar vollständig zurückbilden. Das hängt von der Form der vorliegenden Störung ab. Von einer arteriellen Störung des Gefäßsystems wird gesprochen, wenn eine Ischämie oder eine Blutung den Gehirnschlag verursacht hat. Bei der venösen Störung ist der Schlaganfall beispielsweise Folge einer Sinus- oder Venenthrombose. Es gibt beeinflussbare Faktoren, die sich auf das Schlaganfallrisiko auswirken. Falsche Ernährung, wenig Bewegung, Rauchen oder Übergewicht sowie Bluthochdruck, ein hoher Cholesterinspiegel und Diabetes mellitus erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung. Daneben gibt es die nicht beeinflussbaren Faktoren, wie das Alter. Ab dem 55. Lebensjahr steigt das Schlaganfallrisiko. Auch das Geschlecht spielt eine Rolle. Bis zum 85. Lebensjahr erleiden tendenziell eher Männer einen Hirnschlag. Danach dreht sich das Verhältnis. Nach dem 85. Geburtstag sind eher Frauen betroffen. Ein dritter, nicht beeinflussbarer Faktor ist das Erbgut. Kinder, deren Eltern einen Gehirnschlag erlitten, haben ein größeres Schlaganfallrisiko. Allerdings konnte bislang nicht abschließend geklärt werden, in wieweit die Gene sich auswirken und welchen Einfluss eine möglicherweise angeeignete, ungesunde Ernährung hat.


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