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Multimorbidität erklärt auf Seniorplace.de

Multimorbidität, auch Polymorbidität, bezeichnet den Zustand, wenn bei einem Patienten gleichzeitig mehrere Krankheiten nebeneinander auftreten. Die Wahrscheinlichkeit von Mehrfacherkrankungen nimmt mit steigendem Alter zu. Nach der Berliner Altenstudie von 1996 und der Studie des Deutschen Zentrums für Altersfragen von 2006 leiden 25 Prozent der Menschen ab dem 55. Lebensjahr an mindestens zwei chronischen Erkrankungen. Ab dem 80. Lebensjahr erhöht sich die Zahl auf 67 Prozent. Der Anteil der Menschen, die ab dem 55. Geburtstag an gleichzeitig fünf chronischen Leiden erkranken, liegt bei 12 Prozent. Bei den über achtzig Jährigen liegt er bei 24 Prozent. Bei älteren Menschen kann die Diagnose häufig dadurch erschwert werden, dass sich die einzelnen Symptome nicht immer konkret einem Krankheitsbild zuordnen lassen. Oftmals treten dabei Leiden des Herz-Kreislauf-Systems, der Atmungsorgane oder des Stütz- und Bewegungsapparats simultan auf.



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Behandlung von Multimorbidität

Die Behandlung von Multimorbidität hat zum Ziel weitere Folgeerkrankungen zu vermeiden. Das erfordert ein enges Zusammenspiel zwischen medizinischen und pflegerischen Maßnahmen. Die medikamentöse Behandlung wird in den meisten Fällen durch eine physikalische Therapie ergänzt, die durch den Einsatz natürlicher Methoden positiv auf die verschiedenen Funktionen des Körpers wirken soll. Das kann die Umstellung der Ernährung oder bestimmter Lebensgewohnheiten sein. Da multimorbide Patienten unterschiedliche Medikamente einnehmen, müssen die Ärzte auf mögliche Neben- und Wechselwirkungen achten. Es ist von großer Bedeutung, dass Mediziner auch über die Einnahme rezeptfreier, frei verkäuflicher Präparate informiert sind. Dazu zählen neben pflanzlichen Produkten ebenso Vitamintabletten. Viele Betroffene sind auf die Betreuung durch professionelle Fachkräfte angewiesen. Das Pflegepersonal arbeitet eng mit den Ärzten zusammen, um so den Verlauf der Behandlung zusätzlich zu begünstigen. Komplettiert wird das ganzheitliche Behandlungskonzept durch die psychosoziale Betreuung der Patienten.


 

Formen der Multimorbidität

Multi- beziehungsweise Polymorbidität lässt sich in zwei Kategorien unterteilen. Zum einen gibt es multimorbide Patienten, zwischen deren Leiden kein Zusammenhang besteht. Das heißt, dass eine Krankheit nicht die Ursache für Folgebeschwerden sind. Auf der anderen Seite können die Mehrfacherkrankungen eines Betroffenen aufeinander aufbauen. Das bedeutet, dass ein kausaler Zusammenhang zwischen den einzelnen Erkrankungen besteht. In diesen Fällen fördert ein bestimmtes Leiden die Entstehung einer weiteren Krankheit.


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