Hygiene

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Laut der Definition der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie ist Hygiene die "Lehre von der Verhütung von Krankheiten und die Erhaltung, Förderung und Festigung der Gesundheit". Hygiene bezeichnet keine Therapie, sondern umfasst sämtliche vorbeugende Maßnahmen zum Schutz pflegebedürftiger Patienten sowie des ambulanten und stationären Fachpersonals. Dabei sind Reinigungstätigkeiten, Desinfektion und Sterilisation von großer Bedeutung. Dadurch sollen mögliche Infektionen von Patienten wie Beschäftigten vermieden werden. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird Hygiene oft fälschlicherweise mit Sauberkeit gleichgesetzt. Letztere ist jedoch lediglich einen Teilgebiet dieser Gesundheitslehre.

Körperpflege pflegebedürftiger Menschen

Die Körperpflege oder auch Individualhygiene ist ein wichtiger Bestandteil der Betreuung hilfebedürftiger Menschen. Aus diesem Grund wird ihre Bedeutung im Leistungskatalog der Pflegeversicherung unter dem Punkt Grundpflege besonders hervorgehoben. Körperpflege umfasst das Duschen, Baden und Waschen des Pflegebedürftigen. Das beinhaltet weiterhin Mund-, Zahn-, Lippen- und Hautpflege sowie Haar- und Nagelpflege, die tägliche Rasur oder das An-und Auskleiden. Schönheitspflege, wie das Auftragen von Kosmetika, fällt nicht in diesen Bereich. Der Arbeit des Pflegepersonals liegen dabei die Prinzipien der aktivierenden Pflege zugrunde. Das bedeutet, dass der Pflegebedürftige weitestgehend allein unter Anleitung oder mit Hilfestellung diese Tätigkeiten ausführt. Die eigenen Vorstellungen und individuellen Gewohnheiten des Patienten spielen dabei eine wichtige Rolle. Das unterstützt ihn in dem Wunsch, sein Leben möglichst selbstständig zu führen. Im Rahmen der pflegerischen Betreuung klärt das Fachpersonal die Angehörigen über die bestehenden Hygienevorschriften, die Verwendung von Einmal- und Inkontinenzprodukten auf. Regelmäßige und gründliche Körperpflege steigert das Wohlbefinden des Betroffenen.

Personalhygiene

Das Fachpersonal ambulanter Pflegedienste oder stationärer Einrichtungen ist täglich einer Vielzahl von Mikroorganismen ausgesetzt. Somit sind die Mitarbeiter potentielle Überträger gesundheitsschädlicher Keime. Besonders bei der Arbeit mit älteren, hilfebedürftigen Menschen kann das gefährliche Folgen haben. Deshalb ist die Einhaltung der Hygienevorschriften bei der Betreuung pflegebedürftiger und kranker Menschen von besonderer Bedeutung. Zur Minderung des Übertragungsrisikos sollte medizinisches und pflegerisches Fachpersonal Arbeitskleidung entweder in der Reinigung säubern lassen oder im eigenen Haushalt bei 95 Grad waschen. Das Tragen von festem Schuhwerk oder Schuhen mit Fersenriemchen ist laut Berufsgenossenschaft unerlässlich. Diese sollten in regelmäßigen Abständen desinfiziert werden. Aus Gründen der Hygiene haben die Mitarbeiter ihre Haare während der gesamten Dienstzeit zusammenzubinden. Um die Verletzungsgefahr zu minimieren und die Wahrscheinlichkeit einer Infektion zu verringern, sind Fingernägel kurz und sauber zu halten. Das Tragen von Nagellack ist untersagt, da dieser durch Desinfektionsmittel aufgelöst werden kann. Zudem können sich in porösen Stellen Keime einnisten. Die medizinischen Mitarbeiter sowie das Pflegepersonal müssen sich vor Arbeitsbeginn und nach jedem Toilettengang gründlich die Hände waschen und desinfizieren. Sämtlicher Handschmuck ist zu entfernen, da dieser eine umfassende Reinigung und Desinfektion verhindert. Mitarbeiter, die sich an Armen oder Händen verletzt haben, sind dazu angehalten, diese Wunden penibel zu verbinden, da sie einen optimalen Nährboden für Mikroorganismen darstellen.

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