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Gerontopsychiatrie erklärt auf Seniorplace.de

Gerontopsychiatrie bezeichnet ein Fachgebiet der Psychiatrie und ist laut Definition der Psychiatrie-Enquete von 1975 die „Wissenschaft von der Krankheitslehre, Diagnostik, Therapie und Prävention psychischer Erkrankungen des hohen und höheren Alters“. Durch den Rückgang der Sterberate und Abnahme der Geburten steigt die Anzahl alter beziehungsweise sehr alter Menschen. Dieser demografische Wandel erklärt die wachsende Bedeutung dieses alterspsychiatrischen Teilbereiches. Gerontopsychologen verfügen über viel Erfahrung und ein fundiertes medizinisches Spezialwissen. Im Rahmen ihrer Tätigkeit wenden sie nicht nur Methoden der allgemeinen Psychiatrie an, sondern entwickeln eigene präventive sowie diagnostische Ansätze und erarbeiten neue Therapie- oder Rehabilitationsstrategien auf Grundlage von Forschungsergebnissen beispielsweise aus den Bereichen der Gerontologie und Geriatrie. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf der Konzeption neuer Behandlungsmöglichkeiten bei Depressionen oder Demenz.



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Aufgaben der Gerontopsychiatrie

Die Aufgaben der Gerontopsychiatrie sind vielfältig, facettenreich und sehr umfassend. An erster Stelle steht der Patient. Die Behandlung psychisch kranker älterer Menschen soll sich an den noch vorhanden Fähigkeiten und Fertigkeiten orientieren. Unter Berücksichtigung dieser Informationen analysiert der Mediziner, welche Möglichkeiten sich aus der Diagnose für den Patienten ergeben. Nach Prüfung aller medizinischen und psychiatrischen Daten erstellt ein gerontopsychologisches Team ein komplexes Behandlungskonzept, das aktivierende Pflege und die medikamentöse Behandlung ebenso beinhaltet wie die psychotherapeutische Betreuung und weitere rehabilitative Maßnahmen. Ein wichtiger Gesichtspunkt ist die Arbeit mit den Angehörigen, Selbsthilfegruppen oder kirchlichen Einrichtungen. Die Gerontopsychiatrie will einen signifikanten Beitrag zum Abbau gesellschaftlicher Vorurteile gegenüber älteren Menschen und der Psychiatrie leisten.


 

Ziele der Gerontopsychiatrie

Die Gerontopsychiatrie sieht psychisch kranke ältere Menschen im Kontext ihres biologischen, psychischen und sozialen Umfelds. Je nach individueller Diagnose bezieht die Behandlung des Patienten die Betreuung in ambulanten, teilstationären oder stationären Einrichtungen ein. Ein optimales Versorgungsnetz und ein „ausgewogenes“ Behandlungssystem sind bedeutende Grundpfeiler einer erfolgreichen gerontopsychologischen Betreuung. Die Gerontopsychiatrie versteht sich als fächerübergreifende medizinische Disziplin, die eng mit Experten anderer Bereiche wie der Altenhilfe, der Geriatrie oder der Gerontologie zusammenarbeitet. Um die Kompetenz dieses wissenschaftlichen Teilgebietes kontinuierlich zu verbessern, ist Forschung von herausragender Bedeutung. Die Gerontolopsychiatrie möchte die Rechte älterer, psychisch kranker Menschen in der Gesellschaft stärken. Deshalb versuchen die Wissenschaftler und Mediziner Missstände aufzudecken und zu eliminieren.


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