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Dekubitus erklärt auf Seniorplace.de

Dekubitus bezeichnet die Schädigung des Hautgewebes durch hohen und länger anhaltenden Druck. Durch die Veränderung der Haut und der zunehmenden Immobilität im Alter sind insbesondere Senioren davon betroffen. Bei Pflegebedürftigen, die aufgrund körperlicher Einschränkungen dauerhaft im Bett liegen oder immer wieder über einen längeren Zeitraum sitzen müssen, besteht die Gefahr, dass sich so genannte Druckgeschwüre bilden. Ursächlich dafür ist das Eigengewicht des Körpers, das auf die Unterlage beispielsweise die Matratze drückt. In manchen Fällen kann der innere Druck der Knochen auf das Hautgewebe oder Reibung das „sich wund liegen“ begünstigen. Die daraus resultierenden Wunden variieren im Hinblick auf Größe und Tiefe. Daher kann sich der Heilungsprozess über mehrere Monate hinziehen.



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Stadien des Dekubitus

Diese Gewebeschädigungen werden in vier so genannte Schweregrade unterteilt. Im Anfangsstadium lassen sich am Körper des Patienten Rötungen feststellen, die auch nach Entlastung der betroffenen Region deutlich erkennbar sind. Gelegentlich fällt pflegenden Angehörigen beziehungsweise professionellen Fachkräften auf, dass die Haut des Pflegebedürftigen, die in diesem Stadium noch vollkommen intakt ist, sich viel wärmer anfühlt. In der zweiten Dekubitus-Phase sind die oberflächlichen Hautschichten bereits signifikant in Mitleidenschaft gezogen. Es bilden sich Bläschen und Wunden. Im 3. Stadium zerstört die Krankheit weite Teile der Hautoberfläche und des darunter liegenden Gewebes. Trotz tiefer, sichtbarer Wunden ist weder Muskel- noch Knochengewebe ernsthaft beeinträchtigt. In der Endphase von Dekubitus liegt bei dem Patienten Muskel- und sogar Knochengewebe frei.


 

Behandlung von Dekubitus

Eine erfolgreiche Heilung von Dekubitus setzt das gemeinsame Engagement von pflegenden Angehörigen, professionellen Pflegepersonal und behandelnden Ärzten voraus. Sämtliche Pflegemaßnahmen zielen auf Druckentlastung, optimale Wundversorgung und ausgewogene Ernährung. Gleichzeitig müssen die Mitarbeiter der ambulanten Pflegedienste dafür sorgen, dass Faktoren, die das Voranschreiten der Hautkrankheit begünstigen, ausgeschaltet werden. Die Behandlung des Arztes soll weitere Infektionen der geschwächten Regionen zu vermeiden. Er versorgt die bereits betroffenen Hautpartien und deckt gegebenenfalls die Wunden ab. Wenn die Notwendigkeit besteht, veranlasst der Mediziner die chirurgische Abtragung des Druckgeschwürs. Bei Dekubitus ist es besonders wichtig, pflegerische wie medizinische Maßnahmen bestmöglich aufeinander abzustimmen und den Betroffenen dauerhaft zu motivieren.


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